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Elisa Nowak

 
sieht da und dort Gefahren, die in einer möglichen Intervention liegen ...
Elisa Nowak
Die Proteste in Iran sind Ausdruck eines verschärften Klassenkonflikts. Beginnend mit den White Wednesday, bei der iranische Frauen* in der Öffentlichkeit das Kopftuch ablegten und mit brutaler Repression seitens der Staatsgewalt und reaktionären Männern begegnet wurden, ist diese neue Welle - letztlich ausgelöst durch Steigerung der Benzinpreise bei gleichzeitiger strengere Ration pro Monat - ein weiterer Schritt, der die Wut der Bevölkerung gegenüber der herrschenden Klasse und dem Mullah-Regime Ausdruck verleiht.
Zum Iran habe ich persönlich eine besondere Bindung, denn nicht nur lernte ich die Leute letztes Jahr kennen, als ich im Sommer Tehran besuchte. Auch lebt in der Hauptstadt eine Freundin von mir, von der ich seit die Mullahs das Internet kappten, keine Nachricht mehr bekam. Amnesty International rechnet seit Ausbruch dieser Wut und des Protestes mit mindestens 100 Toten. Es kursiert ein Bilder auf den "sozialen Netzwerken", bei dem ein Soldat der "Iranischen Revolutionsgarde" auf eine Frau* zielt, die von Angst gezeichnet weg rennt. Bei solch Nachrichten und Bildern fällt es mir schwer, meine Emotionen richtig zu ordnen und zu wahren.
Das Mullah-Regime, welches von Teilen der Linken aufgrund eines vulgären Antiimperialismus-Verständnisses immer noch eine gewisse Form von Sympathie und Solidarität erfährt, ist eine erzreaktionäre Diktatur, die die Menschenrechte, besonders die der Frauen*, verletzt und die Opposition mit brutaler Gewalt verfolgt. Nach den Erhebungen und Protesten im Libanon war es freilich nur eine Frage der Zeit, bis diese auch Iran erreichen. Dass es so schnell ging, überraschte auch mich. Die Gefahr, die sich dort aufbaut, ist die einer möglichen Intervention durch den US-Imperialismus und Israel. Doch das würde das Land und die Menschen (noch weiter) in die Barbarei bomben.
Ich stehe solidarisch hinter den Protesten und der Wut, die dazu führen müssen, dass sowohl das Mullah-Regime überwunden wird als auch einer Intervention de US-Imperialismus standgehalten wird. Denn nur eine demokratische und sozialistische Gesellschaft, kann das iranische Volk befreien. Doch nicht zu wissen, ob meine Freundin in Tehran in Sicherheit ist, ist das schlimmste Gefühl zurzeit.
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